Sangria selber machen – Original Rezept aus Spanien

Sangria selber machen – frische Sangria in einer Glas-Karaffe mit Obst

Du warst in Spanien, hast eine Sangria bestellt und dachtest: Das will ich zu Hause auch haben. Ich verstehe das — ich bin Spanier und denke genauso, wenn ich hier in Deutschland bin. Das Problem ist nur: Was in Flaschen im Rewe steht oder in der Spanien-Woche bei Lidl auftaucht, hat mit dem Original wenig zu tun. Deshalb habe ich dieses Rezept geschrieben — damit du Sangria selber machen kannst, so wie sie in Spanien wirklich gemacht wird.

Und wer es etwas unkomplizierter mag: Tinto de Verano ist die spontane Alternative.

Portionen

8 Gläser

Vorbereitung

20 Minuten

Kochzeit

/

Gesamtzeit

ca. 2 -3 Std.

Schwierigkeit

Einfach

Gericht

Getränk

Bewertung

Video von @lacocinademasito zeigt die Zubereitung der Rezeptidee visuell.
Das Wichtigste findest du in meiner Anleitung unten.

Sangria – Geschichte und Herkunft

Sangria heißt Sangria, weil das spanische Wort sangre Blut bedeutet — und die tiefe Rotfarbe des Weins hat dem Getränk seinen Namen gegeben. Das erklärt auch, warum die traditionelle Sangria immer mit Rotwein gemacht wird: Die Farbe ist kein Zufall, sie ist der Ursprung.

Wer lieber Weißwein mag, kann das Getränk trotzdem ähnlich zubereiten — das nennt sich dann Sangria Blanca oder Weißwein-Sangria. Eine legitime Variante, aber ein anderes Getränk mit eigenem Charakter. Hier zeige ich dir das Original: die klassische rote Sangria.

Sangria ist kein Cocktail. Sie ist ein Sommergetränk mit langer Tradition, das in Spanien auf Terrassen, bei Festen und zu Tapas getrunken wird. In der EU ist der Name „Sangria“ seit 2014 rechtlich geschützt: nur in Spanien und Portugal hergestellte Versionen dürfen offiziell so heißen.

Was die meisten nicht wissen: Die klassische Sangria enthält keinen Brandy oder Likör. Nur Wein, Früchte, Zucker — und Zeit.


Sangria Zutaten – Original Rezept

  • Für 8 Personen:
  • 1 l spanischer Rotwein
  • 2 Pfirsiche
  • 2 Orangen
  • 1 Zitrone
  • 2 Bananen
  • 1 Apfel
  • 60 g Zucker
  • 330 ml Orangenlimonade (eine Dose — erst beim Servieren dazugeben)
  • 1 Zimtstange
  • 75 ml heißes Wasser (für den Sirup)

Hinweis zum Wein: Kein Tetrapak-Wein, aber auch kein Reserva. Ein einfacher spanischer Rotwein zwischen 5 und 10 Euro funktioniert gut. Der Wein muss dir schmecken — er ist die Basis von allem.

Hinweis zur Limonade: Die Orangenlimonade kommt erst ins Glas, nicht in die Karaffe. Wenn sie zu früh dazukommt, verliert sie ihre Kohlensäure und die Maceración wird gestört.

Sangria selber machen – bunte Früchte in frischer Sangria

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Sangria selber machen – Schritt für Schritt

  1. Sirup vorbereiten
    • 60 g Zucker in 75 ml heißem Wasser auflösen. Das ergibt einen gleichmäßigen Sirup — so bleibt kein Zucker am Boden der Karaffe kleben.
  2. Weinbasis ansetzen
    • Rotwein und Sirup in eine große Schüssel geben. Den Saft einer Orange dazupressen und alles gut verrühren.
  3. Früchte vorbereiten
    • Pfirsiche, Bananen und Apfel schälen und in kleine Stücke schneiden. Die zweite Orange nicht schälen — in dünne Scheiben schneiden und so dazugeben. Zitronensaft auspressen.
  4. Alles zusammenführen
    • Früchte, Zitronensaft und Zimtstange in den Wein geben. Gut umrühren.
  5. Mazerieren lassen
    • Schüssel abdecken und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Nicht weniger — die Aromen brauchen Zeit, um sich zu verbinden.
  6. Servieren
    • In eine transparente Karaffe umfüllen. Eiswürfel in die Gläser geben, Sangria einschenken und erst dann die Orangenlimonade direkt ins Glas geben.

Sangria selber machen – was du wissen musst

In Deutschland sieht man Sangria oft als Urlaubsgetränk. Und genau deshalb gibt es viele Versionen davon — manche mit Weißwein, manche mit Brandy, manche fertig aus der Flasche.

Alles davon kann gut sein. Aber wenn du wissen willst, wie sie in Spanien wirklich gemacht wird — hier ist es:

Rotwein, nicht Weißwein. Der Name kommt von sangre — Blut. Die Farbe ist kein Zufall.

Kein Brandy. Das Original braucht ihn nicht.

Mindestens zwei Stunden Mazerieren. Das ist der Unterschied zwischen Wein mit Obst und echter Sangria.

Wer Sangria selber machen will wie in Spanien, braucht vor allem eines: Geduld.

Und wer neugierig ist, was die Spanier selbst im Sommer bestellen, wenn keine Zeit zum Mazerieren bleibt: Tinto de Verano ist die Antwort

Meine Tipps – Was bei Sangria wirklich zählt

Der Pfirsich ist kein optionales Obst. In Spanien sagt man: ohne Pfirsich ist es keine richtige Sangria. Er gibt eine Süße und Frische, die kein anderes Obst ersetzt. Wenn du keinen frischen Pfirsich bekommst, lass ihn lieber weg als Dosenpfirsich zu nehmen — der macht die Sangria wässrig.

Zwei Stunden sind das Minimum, nicht die Empfehlung. Viele machen Sangria und trinken sie sofort. Das Ergebnis schmeckt nach Wein mit Obst drin. Nach zwei Stunden Maceración schmeckt es nach Sangria. Der Unterschied ist nicht subtil.

Die Limonade kommt zuletzt. Orangenlimonade oder Gaseosa direkt in die Schüssel zu geben klingt praktisch. Aber sie verliert sofort ihre Kohlensäure und hinterlässt einen süßlichen Nachgeschmack im ganzen Krug. Immer erst beim Einschenken ins Glas.

Banane klingt komisch — ist aber richtig. Ich weiß, dass Banane in Sangria ungewöhnlich klingt. Aber sie mildert die Säure des Weins und gibt dem Ganzen eine samtige Note. Nicht versuchen zu erklären, einfach ausprobieren.

Sangria selber machen – servierte Sangria in Gläsern mit Orangenscheiben

FAQ – Spanische Sangria selber machen


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Sangria und was noch dazu passt

Sangria ist kein Dessertgetränk — sie gehört zu Essen. In Spanien trinkt man sie zu Tapas, zu gegrilltem Fleisch, zu Käse.

Wenn du das volle Erlebnis willst: mach dazu eine Crema Catalana Original als Abschluss oder einen kalten Gazpacho als Einstieg. Oder probiere als Sommergetränk den Tinto de Verano — die unkompliziertere Alternative für spontane Abende.

Hast du Sangria schon mal mit Pfirsich gemacht — oder immer ohne? Schreib es in die Kommentare.

Original. Lecker. Einfach. Olé Rezepte

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David Badorrey Martinez – Olé Rezepte

Über den Autor

David Badorrey Martinez

Ich bin David — Spanier aus Barcelona, seit 2024 in Deutschland. Meine Mutter würde sich wundern, dass ich hier spanische Rezepte erkläre. Aber irgendjemand muss es ja richtig machen.

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