Bratpaprika Rezept – Pimientos de Padrón wie in Spanien

Bratpaprika Rezept – frisch gebratene Pimientos de Padrón mit grobem Meersalz in der Pfanne

Drei Zutaten. Zehn Minuten. Und trotzdem machen die meisten einen entscheidenden Fehler.

Bratpaprika Rezept – auf Spanisch Pimientos de Padrón – sind eine der einfachsten Tapas überhaupt. Aber genau weil sie so simpel sind, fällt jede Abkürzung sofort auf.

Ich erkläre dir, wie wir sie in Spanien wirklich machen.

Portionen

4 Personen

Vorbereitung

5 Minuten

Kochzeit

5 Minuten

Gesamtzeit

10 Minuten

Schwierigkeit

Einfach

Gericht

Tapa / Vorspeise

Bewertung

Video von @cocinacaseraes zeigt die Zubereitung der Rezeptidee visuell.
Das Wichtigste findest du in meiner Anleitung unten.

Was sind Pimientos de Padrón – und warum heißen sie Bratpaprika?

Bratpaprika sind keine normale Paprika. Das ist das Erste, was ich klarstellen muss.

Pimientos de Padrón stammen aus dem gleichnamigen Ort Padrón in Galicien, einer Region im Nordwesten Spaniens. Sie werden unreif geerntet — klein, grün, dünnwandig — und genau das macht sie besonders: kein intensiver Paprikageschmack, sondern etwas Mildes, leicht Rauchiges, das erst beim Anbraten richtig zum Leben erwacht.

In Galicien gibt es dazu ein Sprichwort, das jeder Spanier kennt: „Os pementos de Padrón, uns pican e outros non“ — auf Deutsch: „Die Pimientos de Padrón, einige sind scharf und andere nicht.“ Warum manche scharf sind und andere nicht, weiß bis heute niemand mit Sicherheit. Manche sagen, es hängt vom Boden ab. Andere vom Wassergehalt. Das Unberechenbare gehört einfach dazu.

Das erste Mal habe ich Bratpaprika als Kind gegessen — mein Vater hat immer eine Handvoll in die Pfanne geworfen, wenn wir Samstagmittag zusammen gegessen haben. Die Spannung, ob die nächste Schote scharf ist oder nicht, war jedes Mal wieder da. Das ist kein Marketingversprechen — das ist einfach, wie sie schmecken.

In Deutschland bekommst du sie von Juni bis September in fast jedem Supermarkt: Rewe, Edeka, Lidl. Den Rest des Jahres findest du sie manchmal in spanischen Lebensmittelläden. Wenn du also gerade überlegst, ob du sie kaufen sollst — ja, sofort.


Zutaten für Bratpaprika – mehr brauchst du nicht

Für 4 Personen:

  • 400 g Pimientos de Padrón (Bratpaprika)
  • Olivenöl — reichlich, zum Braten
  • Grobes Meersalz

Das ist alles. Wer jetzt Knoblauch, Zitrone oder Feta auf die Liste setzen möchte: das sind Varianten, keine Originale. Die kommen später im FAQ. Das Original braucht nichts davon.

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Bratpaprika zubereiten: So geht’s Schritt für Schritt

  1. Trocknen — nicht überspringen
    • Pimientos unter kaltem Wasser waschen und danach sehr gründlich mit einem Küchentuch trocknen. Kein Wasser in der Pfanne — das lässt das Öl spritzen und die Schoten werden weich statt knusprig.
  2. Öl auf starke Hitze
    • Reichlich Olivenöl in eine große Pfanne geben und auf starke Hitze bringen. Das Öl muss wirklich heiß sein, bevor die Pimientos reinkommen. Nicht mittlere Hitze — starke Hitze. Das ist der Unterschied zwischen Bratpaprika und gedünstetem Gemüse.
  3. Pimientos rein — nicht bewegen
    • Bratpaprika in das heiße Öl geben und 2–3 Minuten ruhen lassen, ohne zu rühren. Erst wenn die Haut auf einer Seite Blasen wirft und dunkel wird, wenden.
  4. Wenden und fertig braten
    • Einmal wenden, weitere 2–3 Minuten. Die Haut soll runzelig und stellenweise dunkelbraun sein — das ist kein Fehler, das ist das Ziel.
  5. Salzen und sofort servieren
    • Aus der Pfanne nehmen, auf einem Teller anrichten und sofort mit grobem Meersalz bestreuen. Nicht vorher salzen — das zieht Wasser und ruiniert die Textur. Und sofort essen, solange sie heiß sind. Erkaltete Bratpaprika sind nicht dasselbe.
Bratpaprika zubereiten – Pimientos de Padrón in heißem Olivenöl anbraten

Meine Tipps – was die meisten beim Bratpaprika Rezept falsch machen

  • Zu wenig Öl. Das ist der häufigste Fehler. Bratpaprika brauchen reichlich Öl — nicht weil das Rezept ungesund sein soll, sondern weil das Öl die Hitze gleichmäßig überträgt und die Haut die richtige Textur bekommt. Ein dünner Ölfilm reicht nicht.
  • Zu niedrige Temperatur. Bei mittlerer Hitze werden sie weich und fad. Die Pfanne muss richtig heiß sein, bevor die Schoten reinkommen. Wenn das Öl noch kalt ist — warten.
  • Zu früh salzen. Salz zieht Wasser aus dem Gemüse. Immer erst nach dem Braten salzen, direkt vor dem Servieren.
  • Stiele abschneiden. In Spanien isst man Bratpaprika mit den Händen — der Stiel ist der Griff. Lass ihn dran.
  • Den Airfryer verwenden. Für eine schnelle Variante zu Hause funktioniert das — ich habe dazu ein separates Rezept für Bratpaprika im Airfryer vorbereitet. Aber das Original kommt aus der Pfanne. Punkt.
Spanische Bratpaprika servierfertig – Pimientos de Padrón als Tapa

Häufige Fragen zum Bratpaprika Rezept


Nützliche Produkte für Bratpaprika Rezept

Für dieses Bratpaprika Rezept habe ich passende Produkte ausgewählt – ideal für das klassische Tapa zuhause.

Hinweis: Affiliate-Links (ich erhalte eine kleine Provision, Preis bleibt gleich). Ich verwende viele Produkte selbst oder habe sie sorgfältig ausgewählt – nur die besten Küchenhelfer.

  • Gusseisenpfanne — Für Bratpaprika ist eine gusseiserne Pfanne ideal: sie speichert Hitze gleichmäßig und gibt die hohe Temperatur ab, die das Rezept braucht — robust, für alle Herdarten geeignet, hält ein Leben lang.
  • Tonschalen – Traditionell servieren – echtes spanisches Flair zuhause.
  • Olivenöl aus Spanien — Für Bratpaprika kein natives Olivenöl extra verwenden — das hat einen zu niedrigen Rauchpunkt. Ein gutes spanisches Olivenöl zum Braten mit höherem Rauchpunkt ist die richtige Wahl.

Hast du schon mal eine scharfe Schote erwischt?

Das ist die eigentliche Frage bei Pimientos de Padrón — und jeder, der sie schon mal gegessen hat, hat dazu eine Geschichte.

Schreib mir in die Kommentare: War bei dir schon mal eine dabei, die richtig gezündet hat? Und wie hast du reagiert?

Wenn du Lust auf mehr spanische Tapas hast, schau dir das an:

Spanische Croquetas de Pollo — knusprig, cremig, klassisch

Spanische Patatas Bravas — mit selbst gemachter Sauce, wie in Madrid

Original Albóndigas — spanische Hackbällchen in Tomatensauce

Original. Lecker. Einfach. Olé.

David Badorrey Martinez – Olé Rezepte

Über den Autor

David Badorrey Martinez

Ich bin David — Spanier aus Barcelona, seit 2024 in Deutschland. Meine Mutter würde sich wundern, dass ich hier spanische Rezepte erkläre. Aber irgendjemand muss es ja richtig machen.

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