Fabada Rezept Original – der echte spanische Bohneneintopf

Fabada Rezept Original – spanischer Bohneneintopf mit Chorizo und Morcilla

Fabada Rezept Original – kennst du das Wort Compango? Ohne es gibt es keine echte Fabada. Ich bin Spanier und zeige dir, was wirklich reingehört.

Portionen

4 Personen

Vorbereitung

8 Std. (Einweichen)

Kochzeit

3 Std.

Gesamtzeit

ca. 11 Std.

Schwierigkeit

Mittel

Gericht

Hauptgericht

Bewertung

Video von @Annarecetasfaciles zeigt die Zubereitung der Rezeptidee visuell.
Das Wichtigste findest du in meiner Anleitung unten.

Was ist Fabada Rezept Original – und was ist Compango?

Fabada Asturiana kommt aus Asturien, der grünen Bergregion im Norden Spaniens. Ein Bohneneintopf — ja. Aber kein gewöhnlicher.

Das Herzstück der Fabada ist nicht die Bohne. Es ist das Compango — das Paket aus geräuchertem Fleisch und Wurst, das dem Eintopf seinen Charakter gibt. Traditionell besteht es aus vier Teilen: Chorizo asturiano, Morcilla asturiana, Lacón und Tocino. Ohne Compango gibt es keine echte Fabada.

Die Fabes de La Granja — große, cremige, weiße Bohnen aus Asturien — sind seit 1996 durch eine geschützte geografische Angabe (IGP) geschützt. Nur Bohnen aus dem Principado de Asturias dürfen diesen Namen tragen.

In Spanien ist die Fabada ein Sonntagsgericht. Man kocht sie morgens, isst sie mittags — und am nächsten Tag schmeckt sie noch besser.

In Spanien kennt jeder die Fabada — aber nicht jeder hat sie schon selbst gekocht. Sie ist ein Gericht, das man isst, ohne groß darüber nachzudenken. Bei mir zu Hause in Barcelona hat meine Mutter sie nie gemacht — zu aufwendig für einen normalen Tag. Die Fabada war das, was man in Asturien aß, wenn man dort Urlaub machte oder Verwandte besuchte. Hier in Deutschland habe ich zum ersten Mal versucht, sie selbst zu kochen — und gemerkt, dass das Schwierigste nicht die Technik ist, sondern die Zutaten zu finden.

Was dich unten erwartet: das Fabada Rezept Original Schritt für Schritt — mit dem Trick des „Asustar“ (die Bohnen erschrecken), der den Unterschied zwischen cremigen und mehligen Fabes macht.


Zutaten – Fabada Rezept Original

Für 4 Personen

  • 450g Fabes de La Granja — große weiße Bohnen; in Deutschland in spanischen Feinkostläden oder online
  • 2 Chorizo asturiano — geräuchert, mild
  • 2 Morcilla asturiana — spanische Blutwurst, geräuchert
  • 200g Lacón — gesalzenes Schweineschulter-Fleisch; ersatzweise Kasseler
  • 200g Tocino — Bauchspeck, geräuchert
  • 250g Zwiebel — ganz, geschält
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Lorbeerblatt
  • 45ml Olivenöl — nativ extra
  • Salz — erst am Ende

Hinweis zu den Fabes: Die Fabes de La Granja sind der Kern des Rezepts — groß, cremig, mit einer dünnen Schale. In Deutschland in spanischen Lebensmittelgeschäften oder online. Ersatz: große weiße Riesenbohnen — Textur ähnlich, aber nicht identisch.

Hinweis zum Lacón: Gesalzenes Schweineschulter-Fleisch, typisch asturisch. In Deutschland schwer zu finden — Kasseler ist der beste Ersatz. Über Nacht in Wasser einlegen zum Entsalzen.

Hinweis zur Morcilla: Morcilla asturiana ist geräuchert und fester als deutsche Blutwurst. In spanischen Supermärkten oder online erhältlich. Deutsche Blutwurst funktioniert, zerfällt aber leichter.

Salz erst am Ende: Die Würste und der Lacón bringen genug Salz mit. Zu früh salzen riskiert einen übersalzenen Eintopf.

Fabada Asturiana im Teller mit würzigem Chorizo, traditionelles spanisches Eintopf-Rezept

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Fabada Rezept Original – Schritt für Schritt

  1. Bohnen und Lacón einweichen — die Nacht vorher
    • Die Fabes in einem großen Behälter mit kaltem Wasser einweichen — sie wachsen erheblich. Den Lacón separat in Wasser einweichen zum Entsalzen. Mindestens 8 Stunden, idealerweise über Nacht.
  2. Fabes kalt aufsetzen
    • Abgegossene Fabes in einen schweren Topf mit dickem Boden geben. Knoblauch, ganze geschälte Zwiebel, Olivenöl und Lorbeerblatt dazugeben. Mit kaltem Wasser bedecken — zwei Finger breit über den Bohnen. Langsam zum Kochen bringen.
  3. Erstes „Asustar“ — die Bohnen erschrecken
    • Sobald das Wasser kocht: einen Schuss kaltes Wasser hineingießen. Das stoppt den Kochvorgang abrupt und verhindert, dass die Bohnen platzen und mehlig werden. Diesen Schritt noch zweimal während der Kochzeit wiederholen.
  4. Würste vorbereiten — optional aber empfohlen
    • Chorizo, Morcilla, Lacón und Tocino in einem separaten kleinen Topf kurz aufkochen. Das reduziert überschüssiges Fett — besonders die Morcilla gibt viel ab. Wer das überspringt, gibt alles direkt zu den Fabes.
  5. Compango zu den Fabes geben
    • Die Würste und das Fleisch nach dem ersten „Asustar“ zu den Fabes geben. Bei mittlerer bis niedriger Hitze weiterköcheln.
  6. Drei Stunden köcheln
    • Bei niedriger Hitze etwa drei Stunden köcheln lassen — nie sprudelnd kochen. Wenn die Flüssigkeit zu sehr einreduziert: heißes Wasser nachgießen, nie kaltes außer beim „Asustar“. Zweimal während der Kochzeit erneut asustar.
  7. Salz erst am Ende
    • Wenn die Fabes weich sind: Salz abschmecken und noch einige Minuten köcheln lassen.
  8. Servieren
    • Das Compango herausnehmen und separat auf einer Platte anrichten. Die Fabes in tiefen Tellern servieren. Für dickere Sauce: einen Teil der Zwiebel mit etwas Flüssigkeit pürieren und wieder einrühren.

Meine Tipps für das perfekte Fabada Asturiana Rezept

Das „Asustar“ ist kein optionaler Schritt. Dreimal kaltes Wasser — das ist der Trick, der cremige Fabes von mehligen unterscheidet. Nicht weglassen.

Nie zu heiß kochen. Sprudelndes Kochen lässt die Bohnen platzen. Die Oberfläche soll kaum bewegt sein.

Am nächsten Tag noch besser. Wie jeder gute Eintopf entwickelt die Fabada über Nacht mehr Tiefe. Wer sie am Vortag kocht, bekommt das beste Ergebnis.

Wasser immer heiß nachgießen — außer beim „Asustar“. Kaltes Wasser außerhalb dieser Technik verlängert die Garzeit ungewollt.

Sidra oder Rotwein dazu. In Asturien trinkt man zur Fabada Sidra — asturischen Apfelwein. Ein junger Rioja passt genauso gut.

Fabada Asturiana serviert auf dem Tisch mit Wein und frischem Brot, spanisches Eintopf-Rezept

FAQ – Häufige Fragen zum Fabada Rezept Original


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Hast du die Fabada Rezept Original ausprobiert? Schreib mir, ob du das „Asustar“ gemacht hast — und ob du den Lacón durch Kasseler ersetzt hast.

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Über den Autor

David Badorrey Martinez

Ich bin David — Spanier aus Barcelona, seit 2024 in Deutschland. Meine Mutter würde sich wundern, dass ich hier spanische Rezepte erkläre. Aber irgendjemand muss es ja richtig machen.

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